Dampflokomotive 95 1027

Güterzugtenderlokomotive

Plandampf "Dampf trifft Kies"


In den Jahren 1923/24 wurden insgesamt 45 Maschinen der
Baureihe 95 von den Firmen Borsig und Hanomag gebaut. Die Einsatzgebiete waren u.a. die Steilstrecken des Thüringer Waldes und des Frankenwaldes, die Geislinger Steige sowie die "Schiefe Ebene" bei Neuenmarkt-Wirsberg.Gebaut wurde die Lokomotive 95 027 mit Fabriknummer 10185 im Jahre 1923 von der
Lokomotivfabrik Hanomag/Hannover, jedoch erst am 26.07.1926 ausgeliefert.

Die Kesselnummer 11113/1922 läßt auf einen Kesseltausch mit der Lokomotive 95 009 schließen, die Gründe für den Tausch
sind nicht bekannt. Zum Zeitpunkt der Auslieferung bis zum 04.09.1950 war die Lokomotive 95 1027 im Bw Arnstadt beheimatet.

Danach lief die Lokomotive bis zum 03.10.1969 im Bw Blankenburg/Harz zwischen Halberstadt und Blankenburg auf der
Rübelandbahn. Mit Abschluß der Elektrifizierung der Rübelandbahn kam sie zum Bw Probstzella und Saalfeld - Sonneberg -
Eisfeld wurde ihre Stammstrecke. Am 06.12.1971 wurde sie wie alle Lokomotiven der Baureihe 95 aus Probstzella auf
Ölhauptfeuerung umgerüstet.

Der Rückbau auf Rostfeuerung erfolgte am 27.01.1982 bei der Rekonstruktion als Museumslokomotive. Ab 01.09.1992 steht
sie im Bw Arnstadt/hist., obwohl sie zwischenzeitlich dem Bh Erfurt zugeordnet war. 1994 wurde sie wegen eines Kesselschaden
außer Dienst gestellt. Die Lokomotive wird vom Förderverein Bw Arnstadt/hist. e.V. betreut und ist äußerlich für Ausstellungszwecke aufgearbeitet. Am 17.12.2008 wurde die Lokomotive in das DLW Meiningen überführt. Sie soll dort betriebsfähig Aufgearbeitet werden, im Auftrag des Landes Sachsen Anhalt. Sachsen Anhalt möchte touristische Verkehre auf der Rübelandbahn abwickeln und dafür ist dieser Lokomotivtyp besonders geeignet. Natürlich wird die betriebsfähige 95 1027-2 auch wieder in Thüringen ihre Runden fahren und damit die Spuren hinterlassen, auf die jeder Dampflokfreund sich freut. Am 23.12.2009 fand die erste Probefahrt der Lokomotive, von Meiningen nach Mellrichstadt statt. Nun stehen noch einige Zulassungen aus, die zwingen notwendig sind, damit die Lokomotive auf den Strecken der DB AG fahren kann.

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