Die Lokomotive 38 1182 wurde 1910 mit der Fabriknummer 4485 von der Firma Schwarzkopff in Berlin hergestellt. Von der Konstruktion her besitzt die Maschine den Rauchrohr-Überhitzer der Bauart Schmidt, welcher vom Ingenieur Robert Grabe entwickelt wurde. Damit war die sogenannte preußische P8, den älteren Naßdampflokomotven leistungsmäßig überlegen. Die Geschichte der Lokomotive 38 1182 über die ersten Betriebsjahre ist leider nicht vollständig nachvollziehbar. Gesichert ist, dass sie im Bereich der Direktion Frankfurt am Main stationiert war und vor der Übernahme durch die Deutsche Reichsbahn am 1. April 1920 bei der K. P. E. V. als Frankfurt 2421 bezeichnet war. Nach dem ersten Weltkrieg wurde die Lokomotive unbeschadet in Sachsen vorgefunden und bis 1948 dort eingesetzt. Danach lief die Lokomotive bis 1969 in den Bahnbetriebswerken Aschersleben, Köthen und Güsten.

Als nicht betriebsfähige Traditionslokomotive gelangte 38 1182 - seit dem 1. Juli 1969 abgestellt - am 16. August 1971 zum Bestand des Verkehrsmuseums Dresden. Erst im Jahr 1982 wurde die P8 im Raw Meiningen wieder betriebsfähig aufgearbeitet. Die Lokomotive verblieb dann bis 1992 im Bw Gera.

Seit August 1992 ist sie im Traditions - Bw Arnstadt/hist. beheimatet. Im Jahr 1995 erhielt sie ihre letzte Hauptuntersuchung im Aw Meiningen, dies ermöglichte ihren Einsatz beim DB-Nostalgieprorgramm und bei Sonderfahrten, die sogar bis in die Schweiz führten. Beim Fest im Bahnbetriebswerk Arnstadt/hist. im Jahr 1999 fand vorerst der letzte Einsatz der Lokomotive 38 1182 statt. Die nun nicht mehr betriebsfähige Musemslokomotive wird von den Mitgliedern des Fördervereins Bw Arnstadt/hist. e.V. betreut und ist im Eisenbahnmuseum Bw Arnstadt/hist. der Öffentlichkeit zugänglich.

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